Die Kosmetiktascherln aus Kaffeepackungen habe ich ja schon mehrfach genäht (*klick*), heute möchte ich euch zeigen, wie es geht – ihr werdet sehen, es ist echt keine Hexerei!


Benötigte Materialien:

2 leere Kaffeepackungen (1 kg oder 500 g – hier 1 kg)
50 cm Schrägband, 2 cm breit
Endlos-Reißverschluss, ca. 50 cm lang (nur eine Seite)
Büroklammern
Ev. Rollschneider und Patchworklineal

Anm.: Sollte kein Endlos-Reißverschluss zur Verfügung
stehen, geht auch ein normaler Reißverschluss, bei dem das Endstück
abgeschnitten wird, so erhält man auch zwei separate Reißverschlussbänder, von
denen nur eines gebraucht wird.
Die 500g-Packungen sind etwas schwerer zu vernähen, da sie
gerade so über den Freiarm der Nähmaschine passen.
Uns los gehts:
Packungen in gewünscher Höhe (z.B. 23 cm) abschneiden (am
besten geht das mit Rollschneider und Patchworklineal) – dabei auf das Muster
achten. Achtung: das ist NICHT die fertige Höhe des Täschchens, die unteren ca.
5 cm bilden den Boden.
Eine Packung auf links drehen (die Packung ist etwas
steif, aber es geht), die unteren Ecken schön ausformen.
Die meisten Packungen haben – im Gegensatz zu dieser
hier – keinen Falz. Um ein Aufplatzen der Farbe an den Ecken zu vermeiden, ein
Stück Klebeband um die Kanten kleben, dort, wo später die unteren Ecken sind.

Den Umfang der Packung bestimmen (hier 41 cm).

Am Schrägband den gemessenen Umfang markieren (die
äußeren zwei Stecknadeln). Der Reißverschluss wird nicht über die ganzen 41 cm angenäht,
sondern je 2-3 cm eingerückt (blaue Stecknadeln):
Den Reißverschluss zwischen die zwei blauen Stecknadeln
kantenbündig auf die rechte (geschlossene) Seite des Schrägbandes nähen, die
Zähne zeigen zum Schrägband. Nadelposition nicht zu knapp bei den Zähnen.
Schrägband zum Kreis schließen: Dazu das Schrägband
rechts auf rechts legen, die (äußeren) Stecknadeln aufeinander legen und das
Schrägband genau da entlang zusammennähen, dabei die Reißverschlussenden
wegklappen, damit sie nicht mitgenäht werden. Überstand abschneiden.
Schrägband am Mittelfalz falzen, der Reißverschluss liegt
innen. Die Mitte (gegenüber der im Schritt 7. gesetzten Naht) mit einer
Stecknadel markieren.
 
Die beiden Kaffeepackungen ineinander stecken und zur
Hälfte falten – links und rechts einen leichten Falz knicken, um die Mitte zu
markieren – hier ist im nächsten Schritt die Position für die vorhin gesetzte
Markierung (Stecknadel) und die Naht von Schritt 7.
Das Schrägband mit dem Reißverschluss innen auf die
obere Kante stecken, dabei die Position der Stecknadel beachten. Mit
Büroklammern fixieren, diese allerdings nicht ganz hineinstecken, sonst verhakt
sicht der Draht im Reißverschluss!
Jetzt wird wieder genäht: Dort anfangen, wo die
Reißverschlussnaht anfängt, beim Nähen das Schrägband immer schön um die Kante
legen, dabei auch darauf achten, dass die Kanten der Kaffeepackungen bündig
liegen. Stichlänge mind. 4 (damit die Packungen nicht zu sehr perforiert
werden).
Am Ende der Runde das Reißverschlussende nach rechts zur
Seite klappen und die Runde bis zum Anfang des Reißverschlusses fertig nähen.
Naht sichern.

Schieber aufziehen: Dazu an einem Reißverschlussende 1
bis 2 cm der Zähne abschneiden, dann den Schieber zuerst auf das andere Ende
ziehen und das kürzere Ende hineinschieben. Wenn das geglückt ist, den
Reißverschluss bis zum Ende schließen und kontrollieren, ob das Täschchen
„gerade“ ist. Wenn es verdreht ist, den Schieber noch einmal herunterziehen und
etwas versetzt aufziehen, bis es passt.
So sieht das „gerade“ Täschchen aus.

Für das Reißverschlussende einen ca. 6×8 cm großen Teil
aus den Packungsabschnitten schneiden, rundherum alle Kanten 1 cm nach hinten
falzen und zur Hälfte falten.
Zuerst zwei Kanten knapp zusammennähen, den
Reißverschluss ggf. kürzen und in das offene Ende schieben. Dritte Kante
schließen, ev. noch an der vierten Kante (Falz) entlang nähen oder ein X
steppen.
Fast fertig! Damit das Täschchen besser steht, den Falz
unten an der Packung mit Klebeband „zukleben“: Zuerst das Klebeband in die
„Tasche“ seitlich am Boden kleben (Klebefläche nach unten), dann bündig um den
Falz.
Zum Vergleich der noch „offene“ Falz. Wenn ihr das
Täschchen ohne Klebeband hinstellt, werdet ihr schnell erkennen, was gemeint
ist und wo das Problem liegt.
FERTIG!
Viel Spaß beim Nachnähen!
Wenn ihr den Reißverschluss weglässt und nur ein Schrägband drumherum näht, wirds ein netter Utensilo 😉

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Das Kleingedruckte: Idee und Anleitung stammen von mir. Nachnähen und Teilen ausschließlich für private Zwecke, ich würde mich über eine Verlinkung hierher freuen 😉

Nachtrag: Scharly Klamotte sammelt unsere „eigenen Ideen“ im Kopfkino>LebeDeineIdee!