Den ersten Teil der Kletterausrüstung habe ich euch ja schon am Muttertag gezeigt – und da auch schon versprochen, dass noch etwas dazu kommt. Dieses „Etwas“ nennt sich Chalkbag,oder Magnesiumbeutel. Da kommt dann ein (noch so ein schönes neudeutsches Wort) Chalkball rein, also kein loses Magnesium, das weiße Zeug ist dann wieder in einem Beutel – bzw. eben Ball. Eigentlich könnte ich das auch selber machen *überleg* ist im Prinzip ja nur eine alte Strumpfhose, Magnesium reingefüllt und oben zugeknotet – also fast dasselbe, was ich zum Backen verwende ggg (nein, keine Sorge, bei mir kommt kein Magnesium in den Kuchen, dafür aber Staubzucker und Speisestärke eben in eine alte (gewaschene! ehrlich!) Strumpfhose – und das verwende ich dann zum „Einstauben“ der Arbeitsfläche, damit der Fondant nicht anklebt).

Der langen Rede kurzer Sinn: Tochter braucht ein Chalkbag aka Magnesiumbeutel. Und was tut die brave Mama? Nein, sie näht nicht gleich einen, das wär dann doch zu einfach… Sie schaut sich mit Tochter gemeinsam gefühlte 1000 Chalkbags im Internet an. Und fährt dann auch noch zum größten Sportgeschäft der Stadt. Nur um rauszufinden, dass es genau DAS Design, das Tochter gesucht hat, zwar im Sportgeschäft gibt – aber dann doch nicht das Richtige ist…
Also zurück zu Plan B: Selber nähen. Anleitung hatte ich GsD schon vorher gefunden (sonst hätt ich das eh nie vorgeschlagen, woher soll ich denn sonst bitteschön wissen, wie sowas ausschaun und funktionieren soll??? Bin klettertechnisch völlig talentfrei – amtlich!)

Die Anleitung ist von hier – und nach 3x Durchlesen (vielleicht warens auch vier oder fünf, aber eigentlich zählen die ersten zwei Mal nicht, da hab ichs nur überflogen…) hab ich dann endlich auch kapiert, wie das Ganze funktionieren soll – nicht weiter kompliziert, wenn man denn dann endlich verstanden hat, dass es sich eigentlich eh nur um drei verschiedene Teile handelt, die da zusammengenäht werden müssen (OK, es sind schon mehr, aber die zwei Beutel für außen und innen sind ja jetzt nicht SO das Problem).

Und – Trommelwirbel! – das ist er nun, der Chalkbag für die Tochter, genäht nach ihren Angaben:

Außen Jersey („Mama, aber nicht so was Hartes, bitte Jersey!“), allerdings hinterbügelt mit dünnem Vlieseline, damits nicht schwabbelig wird.

Innen das knallgelbe Fleece von hier:

Eigentlich ist das ein perfektes Use What You Have, weil bis auf den schwarzen Gummi hatte ich alles daheim (Gummi hätte ich schon gehabt, aber in Weiß, und da hab sogar ich eingesehen, dass das nicht so passt).

Nachdem heute Dienstag ist, kommt der Sack auch gleich zum creadienstag!

Und weil meine zwei Damen heute Nachmittag mit der Schule im Gatsch unterwegs waren (Forscherprojekt nennt sich das), hatte ich Ruhe, um den Stoff für den Jonglierrucksack zuzuschneiden.
So kann ich voller Stolz Teil 2 meines WIP präsentieren: Den Zuschnitt:

Alles fein säuberlich beschriftet, damit ich bei den vielen Teilen nicht durcheinander komme 😉
Ein paar Teile (die für die extra-Säcke für die Bälle und Diabolos) hat schon die Mutter des jungen Jongleurs zum Nähen gekriegt. Und morgen werde ich loslegen, mit den ganzen Einsteckfächern. Fürs große Zusammensetzen werden wir uns wahrscheinlich wieder gemeinsam dran machen, zu Zweit denkt sichs da dann sicher leichter!
Teil 1 des WIPs – die Planung – gibts übrigens hier.