Initiative Handarbeit hat auch heuer wieder die Aktion #MachDeinDing ausgerufen. Diesmal gibts einen Schnitt für eine Gürteltasche/Hip Bag/ Fanny Pack. Und ich bin ja für solche Aktionen durchaus anfällig 😉

Es hat etwas gebraucht, bis ich angefangen habe, obwohl ich die erste Planung schon vor ein paar Wochen gemacht habe. Die Idee war, die Vorderseite mit Foundation Paper Piecing zu gestalten. Dazu habe ich simple Log-Cabin-Blöcke so verzerrt, dass sie genau auf das Schnittmuster passen:MachdeinDing2019_vs1Soweit zur Planung. Die Realität ist wiederum eine andere Geschichte: Ich wollte das Ganze nämlich mit Jeans machen. Und nach dem Ausdrucken war klar: das geht so nicht! (Die Verbindung „Größe am Bildschirm“ zu „Größe in echt“ kriegt mein Hirn oft ganz schlecht hin…)

Also habe ich neu verzerrt (ich hatte das Ganze ja GsD eh gespeichert) und jetzt nur zwei Blöcke. Das geht mit Jeans:Foundation Paper Piecing

Genäht schaut das dann so aus:#machdeinding2019 Rund&Eckig

Problem: Durch das Verzerren sind die Nahtlinien entsprechend etwas gekrümmt… Da war es dann tatsächlich sogar hilfreich, dass die Jeans etwas stretchig waren, sonst hätte das wohl so gar nicht geklappt.#machdeinding Rund&Eckig

Schade nur, dass man das Verzerrte an der fertigen Tasche kaum sieht.#machdeinding2019 Rund&Eckig

Eines musste ich aber ändern: Den Gürteltaschen-Hype verstehe ich einfach nicht. Ich hab mir schon überlegt, ob ich dafür zu alt bin (Gürteltaschen kenn ich noch „von früher“ *grusel*) oder zu jung (irgendwie haben die für mich was Oma-haftes – was übrigens auch meine trend-affine Nichte bestätigt hat).

Also habe ich die Halterungen für die Träger an der Oberkante der Seitenteile angenäht (gesehen bei Allie and me), mit kleinen Schlüsselringen.#machdeinding2019 Rund&Eckig

Die Träger selber sind die abgesteppten Hosennähte einer Jeans, knapp abgeschnitten und einfach hinter den Schlüsselringen verknotet. In die MachDeinDing2019-Tasche passt eh nur das Nötigste, da kommt kein Gewicht zusammen.

Die Originalanleitung sieht vor, dass das Futter zum Schluss per Hand an den Reißverschluss genäht wird. Das mag ich gar nicht! Da habe ich mich lieber an die Videoanleitung von Anna von einfachnähen gehalten (hätte ich sicher auch so hingekriegt, aber wenn sich schon einmal wer was überlegt hat…).

Zusätzlich habe ich vor dem Wenden dann noch die Oberkanten der Seitenteile von Außenteil und Futter an der Nahtzugabe zusammengenäht. Leider habe ich davon kein Foto, aber bei meinem Anderen Rucksack habe ich das kurz gezeigt – und wenn man die Tasche vor sich hat, sieht man auch ziemlich deutlich, wo und wie man da näht.

Der Vorteil davon ist, dass das Futter oben an der kurzen Kante festgenäht ist (dort, wo bei mir die Träger befestigt sind) und es so nicht nach unten rutschen kann.

Außerdem habe ich hinten noch ein Reißverschlussfach eingenäht, dort finden meine Schlüssel Platz und sind gleich griffbereit:#machdeinding2019 Rund&Eckig

Ich habe meine #MachDeinDing2019 Tasche schon ausgeführt und finde sie gerade für den See richtig praktisch, vor allem auch in Kombination mit meiner MidiWallet:#machdeinding2019 Rund&Eckig