Letztes Monat durfte ich wieder einmal probenähen. Das kam mir sehr gelegen, da ich ohnehin ganz dringend eine Jeans nähen wollte/musste. Meine Ginger Jeans hat sich nämlich schön langsam zerlegt…Nach einer Probehose, die ich leider völlig im Alleingang verschlimmbessert habe (ich sage nur „Schrittkurve“…), wurde es dann noch eine zweite, „richtige“.

Bei dieser habe ich mich an die Stoffangabe „2-3% Elasthan“ gehalten. Bzw. habe ich es versucht. die „Zutatenliste“ am Ballen war leider nicht sehr aussagekräftig: „Baumwolle/Elasthan“. Tja. Aber in der Probenähgruppe hatten wir schon geklärt, dass das bisschen Elasthan den Jeansstoff hauptsächlich weicher und nicht wirklich dehnbar macht. Und das war dieser Stoff beim „Ziehtest“ – so gut wir nicht dehnbar.Nach dem Waschen und Zuschneiden dann der Schock: Er dehnt sich doch!?! Naja, zugeschnitten war schon, aber enger nähen geht ja immer.

Schlussendlich hat alles aber super gepasst. Wie immer habe ich die Schrittweite anpassen müssen, da habe ich aber diesmal einen „Trick“ aus dem www ausprobiert, der das Raten weitgehend eleminiert.Diesmal habe ich mich auch an richtige Kappnähte gewagt, die sind im Ebook beschrieben. Bisher dachte ich immer, das wäre voll kompliziert und vor allem aufwändig. Bis ich bei einem Probestück erkannt habe: weder kompliziert noch aufwändig. Im Gegenteil, verglichen mit meiner üblichen Methode mit Nähen-Versäubern-2x-Absteppen spare ich mir bei der echten Kappnaht tatsächlich zwei Nähte (allerdings muss dazwischen eine Nahtzugabe eingekürzt werden, aber das geht auch).Die Taschen habe ich mit Hilfe meiner Tochter positioniert, die könnten aber etwas weiter unten sein.Und nachträglich habe ich die Seitennäht noch einmal aufgemacht und seitlich doch fast 2 cm weggenommen, von der Hüfte weg nach unten. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Hose sitzt jetzt super, genau wie ich sie mag.

Ach, und die Gürtelschlaufen habe ich weggelassen. Ich passe mir nämlich den Bund eh immer extra an (da hatte ich einmal ein Posting dazu, aber das ist mir leider abhanden gekommen – werde ich aber sicher wieder neu machen).

Allerdings werde ich die Länge das nächste Mal erst umnähen, wenn sie einmal gewaschen wurde nach dem Nähen, die Jeans könnte 1 cm oder so länger sein. Aber was solls. Ich liebe sie trotzdem!

Mein Fazit zum Schnitt: Ich werde ihn sicher wieder nähen! Anpassungen sind bei Hosenschnitten so gut wie immer notwendig (außer bei einer Haremshose vielleicht ggg), aber bei Henrike gibt es kompakte Infos, wo und wie man was anpassen kann.

Und wer, wie bei meiner Jeans, die hinteren Hosentaschen in etwa gleich weit von den Nähten entfernt haben möchte: Hier habe ich ein kleines Tutorial geschrieben.

Aktuell gibt es den Schnitt übrigens zum Einführungspreis!

Schnittmuster: Jeans #sewclassic von Hilli Hiltrud, genäht in Gr. 44 mit vergrößerter Schrittweite, seitlich ab Hüfte nach unten hin um 2cm verschmälert

verlinkt bei: Hilli Hiltrud – Designbeispiele, Create in Austria, Sew La La